Corona

Zum Thema Corona-Pandemie

Liebe VBV – Mitglieder !
Ein wichtiger Anlass für diesen Rundbrief ist die Sorge um die Corona-Pandemie und die daraus folgenden Konsequenzen für jeden Einzelnen.
Deshalb sollen aus ärztlicher Sicht einige Informationen an Sie und Ihre Angehörigen zusammengefasst werden.

1. Viren sind in Bezug auf Ansteckung und Verbreitung ganz anders zu beurteilen als Bakterien; Antibiotika helfen hier nicht. Viren sind zig-tausendmal kleiner als Bakterien, dringen in Körperzellen ein, zerstören sie und sind sogar in der Lage, das Erbmaterial innerhalb des Zellkerns so zu verändern, dass unser Immunsystem nicht mehr richtig arbeiten kann; es benötigt einige Zeit, um sich auf die aggressiven Viren einzustellen und sie zu besiegen.
Das Immunsystem ist nicht bei allen Menschen gleich leistungsfähig und durch zahlreiche Einflussgrößen vorübergehend oder sogar dauernd geschwächt – vor allem durch chronische Krankheiten (sog. Risikofaktoren) sowie im Alter, aber auch bei Säuglingen oder bei Menschen, die sich in der Rekonvaleszenz nach großen Operationen, nach Chemotherapien
oder in schweren seelischen Krisen befinden.

2. Viren haben außerhalb eines Organismus eine kurze Lebensdauer von einigen Stunden bis zu ganz wenigen Tagen. Die Ansteckung erfolgt so gut wie ausschließlich direkt von Mensch zu Mensch durch Körperkontakt (von Haut zu Haut, Hände und Gesicht bevorzugt), vor allem jedoch über die Atemluft, die ja aus feinsten Tröpfchen besteht. Zielort der Coronaviren ist das Bronchialsystem, also unsere Lunge. Wenn deren Zellen absterben, gibt es schleimige Verklebungen in den Bronchien mit der Folge, daß keine Atemluft mehr an die Lungenzellen gelangt.

3. Die täglich veröffentlichten Fallzahlen sind nicht Erkrankte sondern Menschen, die das Virus im Körper haben, also angesteckt worden sind: Nur ungefähr ein Prozent der Ange-steckten werden krank, und von diesen werden die Allermeisten (mindestens 90%) mit oder ohne Therapie wieder gesund. Die Tests erfassen also angesteckte Personen, die ihrerseits wieder Andere anstecken können, was mit aller Konsequenz verhindert werden muss. Jeder von uns wird also akzeptieren müssen, daß „Spielregeln“ einzuhalten sind, die nicht bloße Ratschläge oder Empfehlungen sind.

4. In einer Lebensgemeinschaft/Partnerschaft ist auf Grund der hohen Ansteckungsgefahr auch ohne Tests davon auszugehen, daß Familienangehörige, die Mitbewohner sind, bereits infiziert sind, wenn bei d. Partnerin/Partner das Virus bereits angekommen ist. Die Folge ist dann eine Quarantäne für die Beteiligten ohne Wenn und Aber, die gesetzlich vorgeschrieben ist und rund zwei Wochen dauernd muss, damit feststellbar ist, ob aus der Infektion eine Krankheit wird, die dann zu einer Therapie führen soll.

5. Besuchsverbote in Krankenhäusern und Pflegeheimen: Das klingt zunächst hart, ja unmenschlich, wenn man den Einzelfall im Blick hat. Aber die bei Hochbetagten häufig zu beobachtende deutlich reduzierte Abwehrlage gegenüber Infekten muss berücksichtigt werden, damit die Heimbewohner nicht von scheinbar gesunden, aber infizierten, Besuchern angesteckt werden.

6. Vorbeugung bedeutet: Sich selbst und Andere zu schützen vor einer jederzeit und überall möglichen Infektion. Hierzu ist für den Normalbürger (im Unterschied zu medizin. Personal in Kliniken, Heimen, Gesundheitsämtern und Arztpraxen) zweierlei zu fordern als unverzicht-bares Minimum: Häufiges und gründliches Händewaschen sowie Abstandhalten außerhalb der eigenen vier Wände von mindestens 1,5  Metern zu Anderen, übrigens auch zu Besuchern aus dem engeren Freundeskreis oder Verwandten.


Wir über uns in Kürze

Gemeinnützig anerkannter Betreuungsverein mit Sitz in Bad Homburg v. d. Höhe. Wir sind tätig im gesamten Hochtaunuskreis.

Gründung 1988 – über 1000 Mitglieder

Wir sind Mitglied bei

  • Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband ( DPWV),
  • Betreuungsgerichtag e.V.
  • LAG (Landesarbeitsgemeinschaft der Betreuungsvereine in Hessen).

Unser Tätigkeitsfeld

  • Wir führen Betreuungen durch unsere hauptamtlichen Mitarbeiter (Juristen, Dipl.Sozialarbeiter, Dipl.Pädagogen, Dipl.Rechtspfleger)
  • Wir leisten die sogenannten „Querschnittsaufgaben“ im Betreuungswesen (Werbung ehrenamtlicher Betreuer, deren Ausbildung, Unterstützung und Beratung)
  • Wir beraten über Möglichkeiten der Betreuungsvermeidung durch Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung, sowie über die Patientenverfügung.